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Donnerstag, 19. November 2009

Wissen, wie es immer weiter geht

Irene schrieb mir: "Ich bin schon lange auf der Suche nach mir selbst. Das Problem ist, dass mich sehr Vieles interessiert, ich aber schnell wieder das Interesse daran verliere." Dann weiter: "Die Spiritualität spricht davon, dass man sich selbst finden und verwirklichen soll und die Bibel sagt nach meinem Verständnis genau das Gegenteil, dass man nämlich glauben und vertrauen soll."

Wenn du jedem Prediger zuhören und glauben wolltest, würdest du sicher zu viele gegensätzliche und scheinbar unvereinbare Polarisierungen hören, die man anfangs kaum alle auf einmal integrieren kann. Vieles davon wird also anfangs gar nicht dienlich sein. Sich selbst zu finden fordert zwar Selbsterkenntnis, und dafür ist die Kommunikation mit anderen Menschen und eigene Reflektion sinnvoll. Aber letztlich findet jeder nur in sich selbst das, was eine echte, ewige Erfüllung schenkt.

Es geht nicht darum, IRGEND jemandem zuzuhören. Es geht darum, jemanden zu finden, dem du voller Vertrauen zuhören kannst, weil er immer nur aus Wahrheit heraus spricht, immer nur zur Förderung von mehr Wahrheit und Liebe spricht. Es sollte jemand sein, den du sehr schätzen lernen kannst und dessen Hinweise dir persönlich absolut dienlich sind.

Wesentlich dafür ist natürlich, dass du dessen Rat dann auch unverzüglich umsetzen willst und wirst. Denn wenn das nicht deine Absicht wäre, würdest du nicht einmal einen Atemzug deines besonderen Lehrers (oder Lehrerin) verschwenden wollen. Du hebst es dir lieber auf, bis du bereit bist, die Wahrheit zu hören, die dich weiter führt.

Wenn du soweit bist, dass du die wesentlichen Wahrheiten und Gesetzmäßigkeiten im Leben selbst aus all den Informationen und subjektiven Meinungen herausfiltern kannst, brauchst du auch keinen Lehrer mehr. Wenn du selbst auf der Ebene angekommen bist, wo du mit dir selbst im Reinen bist und mit allem in der Welt Einssein lebst und spürst, dass das so ist, kannst du selbst die Wahrheit in allen Fragen aus deiner eigenen Meisterschaft und deinem eigenen Zugang zum Absoluten schöpfen. Das grenzenlose Universum geistiger Welten und Weiten steht jedem offen. Nur: verliere dich nicht darin! Selbst die Meister, die auf dem Weg sind, tauschen sich gern aus und teilen miteinander, was sie erkennen. Denn so erkennen alle noch mehr schöne Facetten des Einen, der Einheit, der allumfassenden Liebe und ALLEM-WAS-IST.

Nach hundert und mehr Seminaren und Ausbildungen in über 20 Jahren könnte ich viele Wege nennen und empfehlen, die den Weg des Einzelnen zu dessen eigenem Ziel erhellen, erleichtern und erleuchten. Einen "Wegbereiter" darunter möchte ich gern als herausragend, grundlegend und zielführend empfehlen: "Der Weg ins Licht". Auch wenn es sich für manche Menschen, wie anfangs auch für mich selber, viel zu spirituell und wenig greifbar anhört, so führt es doch immer richtig auf den Kurs, an dessen Ende man für sich sagen kann: "Nun spüre ich das Licht am Ende meines Tunnels!"

Geht man seinen eigenen Weg, ohne der Angst vor den weltlichen Konsequenzen die Führung im eigenen Leben zu überlassen, und ohne auf die Meinungen anderer Leute zu hören, die ebenfalls NICHT wirklich glücklich und im Frieden mit sich selbst sind, so erkennt man irgendwann: "Das Licht am Ende, das bin ich selbst!"

Seit einigen Jahren spüre ich dieses Licht in mir. Ich lerne, es als mein eigenes Feuer zu hüten und immer größer werden zu lassen. Meine besondere Freude liegt darin, dieses Feuer, das ich bin, und das alles in mir verbrennen darf, was meiner Liebe und meinem wahren Sein im Wege steht, anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, bis sie selbst ihr eigenes Licht finden und selbst zu einem leuchtenden Feuer werden.

Das ist das, was ich unter Lichtarbeit verstehe. Es geht darum, sein Licht als bewusster Mensch nicht mehr länger unter den Scheffel zu stellen, sondern ein Fackelträger für die höchsten menschlichen Werte zu sein, für Liebe, Wahrhaftigkeit und Erfolg im Miteinander. Es geht darum, ein Leuchtturm zu sein, oder mit anderen Worten ein "Lichtzentrum", um anderen Menschen zu dienen und zu helfen, dass diese den eigenen "richtigen" Weg im Nebel der zahllosen Meinungen und Worte zu finden.

Nur mit diesem lichten Feuer in mir, das ich durch das Vorbild anderer Menschen, die dieses für sich selbst leben, für mich gefunden habe, bin ich dahin gekommen wo ich heute stehe. Schwer zu beschreiben, WO das ist. Aber es ist für Menschen zu spüren, die mir in der Stille des eigenen Geistes begegnen.

Die geistige Weite jenseits der Grenzen des eigenen Verstandes Kopfes ist für jeden real erfahrbar, der sich darauf einlassen will, und lenkt durch eine sehr klare Führung zum EIGENEN Selbst des Suchenden sehr schnell zu dessen wesentlichen Zielen.

Zu den wesentlichen Zielen gehören weise Erkenntnisse, wie etwa "DER WEG IST DAS ZIEL" und auch "ES GIBT KEINEN WEG ZUM GLÜCK - GLÜCKLICHSEIN IST DER WEG!" Wer das zwar hört oder sogar zu verstehen glaubt, es aber selbst nicht ganz und gar voll ausleben kann, dem ist zumindest damit gedient zu wissen, dass es heute tatsächlich eine Reihe solcher Menschen gibt, die das leben und seit vielen Jahren stetig weiter kultivieren. Findest du so jemanden und suchst dessen Gesellschaft, wird die Inspiration des Feuers durch viele Funken zu deinem Geist überspringen, wenn du das erlaubst. Und so sicher, wie die Nacht zum Tag wird, so wird auch dein eigenes Feuer durch viel Liebe und Geduld zu lodern anfangen - allerdings nur, wenn man sich dafür öffnet und bereit dazu ist.

Andererseits: was könnte es Schöneres und Größeres geben, als die eigene Liebe in sich, zu sich selbst und zur ganzen Welt zu erleben? Was wäre besser, als die Liebe im eigenen Leben so groß werden zu lassen, dass alles andere darin, was nicht Liebe ist, verbrannt, transformiert und aufgelöst wird?

Es ist allein deine Entscheidung, wann und wie weit du es zulassen willst.

Alles Liebe
Raho

Montag, 16. November 2009

Selbstverantwortung macht mächtig

Beim letzten Eintrag hier schrieb ich, dass jeder Mensch ab einem gewissen Alter prinzipiell selbst entscheiden kann, was er tut oder nicht (mehr) tut. Es beginnt mit der Volljährigkeit, bei manchen etwas früher, bei anderen etwas später. Dies bedeutet bei konsequenter Anwendung, dass man selbst dafür (mit-) verantwortlich ist, was man erlebt.

Wer sich selbst als klein und als Opfer (wahr-) nimmt, behält tatsächlich einen geistigen Zustand bei, der üblicherweise in der Kindheit entsteht. Die Eltern kümmern sich um alles und machen immer die Ansage, was man tun und lassen soll. Wer sich selbst als erwachsen und selbstständig erleben will und ein erfülltes Leben führen (!) will, übernimmt also besser selbst Verantwortung für sein Leben. Mit dem Übernehmen der Verantwortung für dein persönliches Erleben übernimmst du die Macht, und es entsteht ein starkes Fundament voller Macht, um all seine zur Verfügung stehende Kraft, Energie und eigene Macht konstruktiv im Leben umzusetzen.

Die gute Nachricht lautet also: Selbstverantwortung führt zu mehr Macht.

Je mehr man die eigene Bereitschaft dazu fördert, sie nährt und in sich wachsen lässt, sich also selbst auch für die eigene Wahrnehmung als verantwortlich erklärt, um so mehr lernt man auf dieser Grundlage, alles im Leben neu zu bewerten. Das bringt ganz neue Perspektiven, neue Erkenntnisse und ganz neue innere Einstellungen mit sich, und es fördert zwangsläufig auch ganz andere Reaktionen auf alle Ereignisse, denen man von da an begegnet.

Die Übernahme der eigenen Verantwortung für das eigene Leben bringt eine Macht zu dir zurück, die zwar als Geburtsrecht des Menschen angelegt ist, die aber noch nicht im Bewusstsein einer breiteren Bevölkerungsschicht angekommen ist. Die Regel ist leicht zu benennen: Je mehr Verantwortung du selbst übernimmst, um so mehr Macht gewinnst du über das, was dir täglich zustößt und begegnet.

Je entschlossener man das macht, um so mehr entdeckt man neue Möglichkeiten und Chancen für neue Verhaltensweisen, die einem dabei helfen, den eigenen Alltag besser zu meistern. Viele Gedanken und Ideen, wie man etwas anpacken kann, tauchen erst dadurch auf, dass man aus der Perspektive des "Opfers" aussteigt und die Perspektive des "Täters" einnimmt, getreu dem Motto: "Ich mache jetzt etwas auf eigene Verantwortung und übernehme die Verantwortung für die Konsequenzen daraus."

Das ist ein sehr wichtiger Grundsatz, dessen Kenntnis und Anwendung ganz enorm dabei hilft, im eigenen Leben sofort und immer mehr eine gewisse "Lenkung" für den eigenen Lebensalltag zu erleben. Wo man sonst glaubt (oder eben misstrauisch gedacht hatte), gar keinen Einfluss darauf zu haben, was so täglich im eigenen Leben passiert, beginnt man nun, die Erfahrung zu machen, dass man sehr wohl und sehr viel Wirkung auf den gesamten Verlauf der Ereignisse im Leben hat.

Dieses Prinzip wirkt tatsächlich so schnell wie "Abrakadabra", sobald man sich darauf einlässt und es tatsächlich anwendet. Es ist ein Naturgesetz des menschlichen Geistes. Du kannst es für dich nutzen und davon profitieren, oder dich weiter von der Kraft und Macht der Entschlossenen führen lassen, die es für sich anwenden und die volle Verantwortung dafür übernehmen.

Nimmt man es nur halbherzig an, und lehnt einen Teil der Verantwortung ab, wird man niemals über 100% der Macht verfügen können. Denn erstens gibt es Menschen, die ihre Macht zu 100% ausnutzen wollen, teilweise auch ohne die Verantwortung für ihr Denken und Handeln zu übernehmen, und zweitens gibt es viele weitere Kräfte und Gesetze in der Natur, die ebenfalls auf uns Menschen wirken. Wer Macht ohne Verantwortungsbewusstsein einsetzt, wird dennoch Konsequenzen hervorrufen, die auf ihn zurückfallen. Wer seine individuelle Macht für eine Handlung gebraucht, die GEGEN die Interessen einer Gesellschaft, eines Landes oder gegen weltweite Interessengemeinschaften (wie z.B. die UNO) oder gar gegen die ganze menschlichen Rasse geht, wird immer auf der Flucht sein müssen und viele andere Konsequenzen wie den Verlust von Vertrauen, Freundschaft, Sicherheit, Geborgenheit und Liebe in Kauf nehmen müssen.

Es ist eine Form von Karma: Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es heraus. Wie du diese Welt behandelst, so wirkt sie auf dich zurück. Früher oder später lernt dadurch jeder, wie der Gebrauch der eigenen Macht am besten zu handhaben ist.

Zum Schluss noch zum wichtigsten Grund, warum man dieses geistige Prinzip für sich akzeptieren und Stück für Stück kennen lernen und anwenden sollte:
Du kannst da draußen in der Welt, bei den anderen Menschen, niemals wirklich 100% Macht bekommen. Aber für dich selbst, in deinem eigenen Geist, hast du immer wieder neu die Chance, und zwar jeden Tag neu, diese 100% Macht im eigenen Geist für dich (und zum Wohl aller anderen Menschen) konstruktiv anzuwenden. Für ein besseres Lebensgefühl, für ein schöneres Miteinander mit denen, die du liebst und die dich lieben, und letztendlich für eine bessere Welt.

Solange jeder Mensch die natürliche, naturgegebene Freiheit des eigenen Denkens und seine freie Entscheidung für sich selbst in Anspruch nimmt, wird es immer nur eine begrenzte Einflussnahme oder Macht über andere Menschen geben.

Da du folglich niemals 100% Macht über andere Menschen haben kannst und wirst, jedenfalls nicht auf lange Dauer und nicht 100% kontrollierbar (selbst im Konzentrationslager und unter Folter denken Menschen, was sie wollen!), kannst du diese Richtung des Gebrauchs für dich von Anfang an vernachlässigen. Wenn du einen liebevollen Lebensweg verfolgst, der für alle Menschen der irdischen Gemeinschaft funktionieren soll, kannst du das von nun an vollkommen ausschließen. Es führt nie zur vollen Kontrolle über andere Menschen oder das, was sie denken. Es wird immer Wirkungen und Effekte auf dein Leben geben, die du nicht kennen und nicht kontrollieren kannst.

Andererseits aber kannst du auf einem Lebensweg, auf dem du deine eigenen freien Entscheidungen und Wirkungen selbst bestimmen und dein ganzes Leben selbst führen willst, auf ein Maß von bis zu 100% Verantwortung wachsen lassen. Du kannst und wirst auf diese Art, zumindest wenn viel Geduld und Bereitschaft zur Fehlerkorrektur vorhanden ist, über die Jahre hinweg zu einem Zustand von Reife und menschlicher Kraft und Größe wachsen, in der du für alles, was dir im Leben geschieht und was dir begegnet, letztendlich selbst die Verantwortung übernimmst - und damit eine weitgehend vollkommene Macht über deine inneren Einstellungen und die Fähigkeit, auf alles äußere Geschehen mit einer angemessenen Reaktion zu antworten.

Weil es dazu noch viel mehr zu sagen gibt, will ich das an anderer Stelle tun.
Für heute schicke ich jedem, der das hier liest:
Alles Liebe
;-)
Raho

P.S.: Es ist für das Höhere Selbst, das wahre Wesen, für die höchste Instanz des eigenen Bewusstseins, übrigens gar keine Frage OB ES SO IST, sondern nur die Frage, WANN ES DIR DÄMMERT :-) ha ha ha... (lächeln...). Und da es beim "Lenken" und der Frage nach der Richtung auch so viele Entscheidungen gibt, will ich doch gleich mal die beste Idee hier zum Besten geben: Liebe! Liebe ist das beste Ziel, Liebe ist der beste Weg, es zu erreichen (was auch immer du suchst), Liebe ermöglicht viel mehr Arten sich auszudrücken und zu sein als die meisten Leute glauben... und Liebe ist die größte Macht der Welt. Warum also nicht alles zusammenwirken lassen? Wenn schon, denn schon ;-) grins und gruss... Raho