Eine spirituelle Schülerin freute sich, dass sie ein inneres Drama überwunden hatte. Sie war sehr dankbar, dass sie nach vielen Wochen innerer Widerstände mit einem Menschen, den sie eigentlich auf eine sehr schöne, unschuldige Art und Weise liebt, ihren Widerstand ablegen konnte. Denn die Widerstände hatten gar nichts mit der betreffenden Person zu tun. Sie waren nur in ihr aufgetaucht. Sie waren das Ergebnis innerer Verhaltensmuster, die so viele alltägliche Verhaltensweisen steuern. Für Sie war es extrem anstrengend. Doch der Weg aus dem Drama heraus kann ganz leicht sein. Also habe ich es aufgeschrieben, damit es vielleicht auch noch anderen dient, wie es funktioniert.
Auch unbewusste innere "Entscheidungen" bestimmen das eigene Schicksal.
Dies schrieb ich ihr: Selbst wenn du meinst, dich gar nicht "entschieden" zu haben, dich über jemand Anderen zu ärgern, so ist es doch nur DEIN Gefühl. Ein Teil von dir "entscheidet" sich für ein Verhalten, wenn auch unbewusst. Du bist diejenige, die das tut. Du ärgerst DICH. Das tust du selbst und KEIN Anderer. Selbst wenn es ganz automatisch passiert, passiert es doch nur in dir. So erleben manche Menschen immer wieder ein Drama nach dem anderen, manchmal Tage, Wochen oder Jahre lang. Das verhindert Kontakt mit Menschen, die man eigentlich lieben könnte, mit dem man sonst viel Freude und Liebe erleben könnte. Warum das alles? Weil man nicht weiß, wie man über seine Schatten springen kann. Also erkläre ich es.
Dass wir uns geärgert haben bedeutet nicht etwa, dass der Andere Schuld daran ist! Es bedeutet nur, egal ob es bewusst oder unbewusst automatisch ausgelöst wurde, dass wir es erleben. Du erlebst es, wenn DU DICH ärgerst. Es kann sogar sein, dass der "Auslöser" es gar nicht bemerkt oder sich keiner Schuld bewusst ist. Dennoch ärgerst du dich? Das Gute daran ist, dass du ab sofort solche "Dinger", wenn sie dir bisher unbewusst passiert waren, künftig selbst und dauerhaft anders steuern kannst.
Diese Art bewusster Selbst-Steuerung bewirkt für dich, dass du keine unbewussten "Entscheidungen" mehr in dir zulässt, die dich dann später vom Ergebnis her wieder ärgern, weil sie vielleicht unangenehm auf dich wirken oder dich einengen. Hast du jemandem gegenüber einen inneren Widerstand aufgebaut, ganz gleich aus welchem Grund, dann kannst du den theoretisch auch selbst wieder abbauen. Die Folge davon: Alles Negative in deinem Leben, das aus unbewussten inneren Einstellungen entstand, also auch alles aus deinen unbewussten Verhaltensmustern und aus unbewussten Reaktionen und "Entscheidungen" stammende Erlebnis, kannst du auch selbst auflösen. Also kannst du herauszufinden, wie das funktioniert, damit du dich in der näheren Zukunft bald nie mehr wirklich selbst ärgern brauchst. Du kannst dich seelisch-geistig darüber erheben.
Hier mein Vorschlag, wie du das üben und lernen kannst.
Du brauchst dich nur innerlich nur in dein Herz zu bewegen, und dort mit der Liebe in deinem Herzen verbinden. Dann gehst du mit deiner Aufmerksamkeit und mit deiner Liebe zu dir selbst innerlich immer höher hinauf, bis über deinen Kopf hinaus. Du erhebst dich also mit deiner gesamten Aufmerksamkeit nach oben über deinen Kopf. So erhebst du dein Herz über deinen Kopf. Nur 20 oder 30 cm höher, das reicht schon. Du kannst gern auch noch viel höher gehen. Wenn du willst bis an die Decke des Zimmers, in dem du bist... Und dann schaust du auf dich und deine Situation herab. Dann kannst du dort verweilen. Warte ab, wie sich das nach ein oder zwei Minuten verändert anfühlt, was du siehst, wenn du dich selbst in einer reaktiven Situation erlebst. Notfalls wartest du noch länger und betrachtest und beobachtest dich und die Situation innerlich selbst von da oben aus Liebe, während du noch mittendrin erlebst, was gerade passiert. Funktioniert das nicht sofort, machst du es einfach später, und erlebst das Ganze nachträglich aus dieser Sichtweise.
Du nimmst also geistig innerlich eine Position oberhalb deines Denkens ein, und erlaubst dir von der Position aus, mit der Liebe, die du aus deinem Herzen mit hinauf genommen hast, die ganze Sache distanziert zu betrachten.
Du gewinnst damit in wenigen Sekunden Abstand zu dem Ganzen. Je öfter du das machst, um so schneller und besser gelingt es dir. Probier es aus und übe es, so oft du willst.
Im spirituellen Sinn heißt es immer: "Das Herz sollte über dem Kopf stehen." Wenn du etwas nicht ändern kannst, so kannst du mit dieser kleinen Übung doch schnell lernen, jede Situation auf diese Weise mit ganz anderen Augen zu erkennen und zu verstehen. Tust du das in der Liebe deines Herzens, dich selbst liebend, dann kannst du auf Dauer auch lernen, den Rest der Welt, Mutter Erde und andere Bewohner darauf, immer mit einer gewissen Distanz zu betrachten. Dann wirst du erkennen. Dann wirst du mit anderen Augen sehen und zumindest ohne Betroffenheit die Dinge so erkennen, wie sie sind - und nicht nur aus einer bisherigen Reaktion heraus.
Das macht dich zunehmend frei. Und irgendwann kannst du dann zu einem Anderen, auf den du wütend warst, hinterher sagen: "Ich habe etwas als für mich unangenehm erlebt, was aus meinem Erleben von dir ausgehend wirkte. Nun aber kann ich (entspannt/gelassen/souverän) es dir sagen und sicher bald auch darüber hinweg sehen."
Du entscheidest selbst, wie weit du mit dieser mächtigen inneren Arbeit gehen willst. Aber wenn du es auf immer mehr Situationen im Leben anwendest, in denen du dich bisher vielleicht nicht wohl gefühlt hast, wirst du immer mehr Souveränität entwickeln. Du kannst dich ohne die übliche Betroffenheit und ohne blöde Reaktionen durchs Leben bewegen.
Machst du es sehr oft und intensiv, wird deine Fähigkeit, die ganze Erde zu lieben, und distanziert wie ein Astronaut mit dem Blick von oben alles auf dieser Welt betrachten zu lernen so sehr wachsen, dass du irgendwann die ganze Erde so siehst, wie sie ist.
"Ich sehe dich!"
Selbst wenn ein Anderer aus deiner Sicht "inakzeptables" Verhalten gezeigt hat, so bist du in anderen Bereichen mit anderen Umständen und anderen Beteiligten vielleicht auch schon einmal als nicht angenehm erlebt worden sein. Du weißt es vielleicht nicht einmal, wann und wie das passiert sein könnte. Denn oft sagt man es sich ja nicht, weil man Missverständnisse für möglich hält oder die Höflichkeit bewahren will. Aber ist das nicht enorm wertvoll, wenn dich jemand ohne Betroffenheit "SEHEN" kann und dich, trotz deiner möglichen Fehler lieben kann? Oder einfach normal mit dir sein kann, weil er/sie nicht (mehr) von seinen eigenen Bewertungen und durch (Ver-) Urteil (-ung) automatisch reaktiv wird? Das kannst du auch. Und je mehr Menschen das tun, um so mehr Frieden entsteht für uns alle.
Du wirst das Verhalten der Anderen nicht verändern. Aber du kannst bis zu 100% in dir verändern. Diese Dissoziation, wie es die Psychologie nennt, ist ein wunderbares Werkzeug dafür. Gebrauche es in dieser Art mit Liebe.
Und irgendwann wirst du auch deine "Feinde", die "Idioten" und die "Anderen" mit der anderen Weltsicht, ein wenig besser verstehen. Wenn du dich in dieser Art immer weiter übst, und dies aktiv praktizierst, wirst du verstehen, was Jesus meinte, als er sagte: "Liebe deine Feinde." Das ist die Haltung, mit der DU geliebt werden wirst, wenn jemand Anderer diese Methode anwendet, wenn du ihm Unrecht tust. So schließt sich der Kreis.
Alles Liebe :-)
Raho
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Dienstag, 2. Februar 2010
Freitag, 8. Januar 2010
Vom Drama zur Freiheit
Mal keine Frage von Außen. Sondern aus aktuellem Anlass. Weil ich sehe, wieviel Drama "man" produziert, wenn "man" von einer Begebenheit betroffen ist. Wohl kaum ein Mensch kann sich von einer gewissen Betroffenheit frei machen, wenn in Sachen Liebe und Beziehung ein offenes, berührbares Herz im Spiel ist. Ich schreibe entgegen meiner eigenen Sprache ausnahmsweise mal "man", um das generell Menschliche zu benennen.
Da ärgert sich zum Beispiel die Tochter, weil die Oma plötzlich nicht mehr auf die Kleinen aufpassen will, obwohl sie es versprochen hat. Oder die Oma wird grimmig, weil die Schwiegertochter nicht so will, wie das in ihrer Vorstellung zu sein hat. Manche Menschen scheinen es nicht "aus ihrer Haut heraus" zu schaffen.
Wenn sich die Beziehung zu einem nahestehenden Menschen so verändert, dass es einem weh tut, wenn man unter einer bestimmten Situation innerlich sehr leidet oder sich enorm im Glücklichsein eingeschränkt fühlt - dann wäre es gut, wenn man andere Konsequenzen erschaffen kann, statt sich von einer Situation begrenzen zu lassen.
Emotionale Gründe und Machtspiele
Machtspiele sind das, sagt der psychologische Laie. Aber die Erkenntnis hilft ja nicht, um etwas zu ändern. Denn Machtspiele, selbst wenn man sie selbst gut spielen könnte, sind nie ganz kontrollierbar. Du kannst niemals einen anderen Menschen kontrollieren, sondern immer nur deine eigene geistige Einstellung. Nur in dir selbst wäre es möglich, bis an die 100% Lenkung (Kontrolle) heran zu kommen. Das kann kaum jemand, aber man kann es lernen.
Ein Mensch mag teilweise einschätzbar oder sogar gut berechenbar sein. Aber die Vielfalt der Möglichkeiten im Lauf des Lebens bringt so viele Variablen in jedes Spiel, dass man nie sicher weiß, wen das Spiel des Lebens zum Sieger oder Verlierer macht. Niemand will verlieren. Aber bei Machtspielen verlieren beide. Einer verliert vielleicht eine Auseinandersetzung. Ein anderer verliert vielleicht sein Gewissen, seine Liebe, seinen inneren Frieden - und findet keinen guten Schlaf mehr oder erlebt andere Nebenwirkungen, die man kaum auf den Streit zurückführen würde.
Wenn man mit allen Mitteln um etwas kämpft, um eine unerwünschte Situation zu vermeiden, geht es oft doch nur darum, ein ungewolltes Gefühl NICHT erleben zu wollen. So entstehen Streit und Krieg, Angriffe, Rückzug, Verlust, Kraftverschwendung. Oft geht es tatsächlich nur um Gefühle. Wenn diese missachtet oder nicht anerkannt werden, kann das im "Gegeneinander" auch zu faktischen starken Veränderungen führen.
Meistens verliert man die Liebe
Wer sich in einer Auseinandersetzung mit einer gewissen Dramatik befindet, der wird feststellen, dass mindestens auf einer Seite die Liebe nicht mehr das dominierende Element ist. Es mag ja sein, dass ein Mensch sich in Extremsituationen, etwa zur Abwendung einer großen Gefahr, dazu veranlasst sieht, sofort aggressiv zu handeln. Ausnahmen. Aber ich stelle fest: Im Drama verliert man seine Liebe.
Eine TV-Dokumentation zeigt eine interessante Erklärung, warum der Maya-Kalender im Jahr 2012 endet. Weil dann nach einer sehr langen Zeit Menschheitsgeschichte alle Zyklen durchlebt worden sind, und die Menschen erkennen: DRAMA MACHT GAR KEINEN SINN MEHR! Hier der Link zum kostenlosen Film auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=aLjqDbN_jzA&feature=related
Kennst du das: Wenn ich mich in einem Drama erlebe, leide nur ich selbst!
Andere können manchmal gar nicht so recht nachvollziehen, warum ich so ein Drama erlebe. Merke ich selbst, dass ich es "mache"? Ich könnte versuchen, das Drama zu steigern, damit Andere auch leiden, um den Zweck zu erfüllen, Andere zu einem anderen Verhalten zu bewegen. Das ist das Ätzende an diesem Machtspiel. Manipulation. Darin wird keine Freiheit erlaubt. Aber es funktioniert nur, wenn sich die Anderen von einem Drama bewegen lassen. Wenn das Drama nicht berührt, weil man zum Beispiel schon bekannt dafür ist, zu dramatisieren, oder weil der, den man mit Drama bewegen möchte, sich wirklich entspannen und frei davon machen kann - dann bringt das größte Drama nichts.
Für viele Menschen aber entsteht ein Drama automatisch. Das hat man ja vielleicht nicht anders gelernt. Das Leben präsentiert immer wieder einmal krasse Herausforderungen, Probleme nannte man das früher, die man nicht kontrollieren kann. Der Verstand aber WILL kontrollieren. Das ist die Aufgabe des Verstandes: Das Leben und Überleben sicherstellen. Das geht soweit, dass das Herz untergeordnet wird. Denn in der harten Realität, so sagte man früher, kannst du mit Herzlichkeit keinen Krieg gewinnen.
Du lebst nicht im Krieg, sagt das Herz.
Wenn man sich bewusst macht, dass das Herz mindestens genau so wichtig im Leben ist und sein muss, wie der Kopf, dann ist es auch für den Kopf logisch, dass das Herz mehr Raum und Zeit und durchaus auch mehr Macht im Leben bekommen sollte. Dabei ist aber jeder für sich selbst zuständig. In den spirituellen Traditionen heutiger Zeit gilt die Anleitung: Das Herz muss ÜBER dem Kopf stehen. Nur dann wirst du glücklich.
Wenn man das seinem Verstand klar macht und Auswege aus dem Drama sucht, dann zählt die Frage: WIE komme ich wieder heraus?
Das eigene Drama wirkt direkt auf das eigene Leben. Manchmal muss man umkehren. Den Kopf unter den Arm nehmen heisst dann nicht, sich nach einem Krieg geschlagen zu geben, sondern das Herz höher stehen und wirken zu lassen als den Kopf!
Sich gedemütigt zu fühlen ist nur ein vorübergehender, unreifer Zustand aus den Zeiten der Kriege. Dem Herz zu erlauben, über den Kopf und den Verstand zu regieren, ist ein entwickelter, reiferer Zustand, der heute von immer mehr spirituell aufgeschlossenen Menschen angestrebt wird.
Dem Drama entkommen
Die einfachsten und schnellsten Wege, sich aus dem Drama zu befreien, sind Liebe (Selbstliebe) und Klarheit. Zuerst kommt allerdings die Liebe. Bedingungslose Liebe. Die Klarheit folgt erst danach. Denn Emotionalität beschränkt die Klarheit. Dass irgendwo keine Liebe zu finden wäre, das ist die größte Illusion überhaupt. Dass man sie nicht fühlt - das erlebt man immer wieder. Es gilt dennoch, sie zu finden.
Wer Menschen, die im Drama sind, still und genau zuhört, der wird bemerken, dass darin immer eine Illusion als Wahrheit behauptet wird. "Du bist doch immer..., Die Welt ist ...., Ich kann doch nicht..., Er/Sie/Man darf doch nicht..." Solche Art von behaupteten Verallgemeinerungen halten Illusionen aufrecht. Sie bieten eine gewisse Grundlage oder komplette Begründungen für die Fortführung von Standpunkten, in denen einfach nur die Liebe fehlt. Es sind Kopfgeschichten. Liebe braucht keinen Grund. Liebe ist immer und überall erlebbar, wenn man sich innerlich nicht dagegen verwehrt.
Wer im Drama ist, will etwas abwehren oder etwas bewahren bzw. erreichen, man könnte auch sagen "manipulieren". Wer seine angestrebte Wirkung nicht erzielen kann, erlebt subjektiv schrecklich intensive Wirkungen und versucht vielleicht durch verstärktes Drama, das bis zum Selbstmord gehen kann, dennoch ein gewisses "Rechthaben" in die Welt zu tragen. Oft geht es aber nur um Vorstellungen davon, wie die Zukunft sein wird: Nämlich so, wie man sie NICHT WILL. Es ist eine Kopfsache. Was hat das mit Liebe zu tun? Nichts. Genau!
Meistens dreht es sich, wenn ein Mensch im Drama von Liebe spricht, nur um eine total verdrehte Form von Liebe, aber nicht um die höchste, reine Form von Liebe. Wer von bedingungsloser Liebe spricht, wie ein Engel es repräsentiert, braucht keine Argumente.
Liebe wirkt - anders als man DENKT
Manche Leute sind (unbewusst!) bereit, lieber die Liebe im Leben zu verlieren, als in ihrem Drama nachzugeben und zurückzuweichen. Das liegt daran, dass man weiter in der Glaubensillusion bleibt, man könne etwas Gutes mit der Illusion des Dramas erreichen. Der Hinweis für den Kopf lautet dann: Absteigen! Das Drama ist wie ein totes Pferd. Darauf reitet man nicht. Man versucht es später auch nicht mit Wiederbelebung :-) Man steigt ab von seinem Trip. Man richtet sich darauf aus, die Liebe in sich (selbst) wieder zu finden. Dann dehnt man sich in Liebe aus. Man lässt das Leben weiter laufen und steuert und lenkt von dem Augenblick an immer weiter in diese Richtung: "Viel mehr Liebe in meinem Leben!"
Sobald ich die dramatische Vorstellung nicht mehr aushebeln will, sondern durch einen neuen Hauptstrom in mir ersetze, durch Liebe, Liebe und noch mehr Liebe, bin ich schon auf dem Weg, ein angenehmeres Leben zu erschaffen. Wir sind nicht nur Opfer sondern Mitwirkende im Leben. Je mehr man liebt und wieder lacht, um so leichter und häufiger zeigen sich ganz neue Wege. Das sind oft völlig andere, als man sich vorgestellt hat. Anfangs mag man den "Anschein" nicht, den etwas aus der alten Vorstellung betrachtet, mit sich bringen mag. Aber wenn man diese Route immer weiter verfolgt, soviel ist sicher, dann entdeckt man ein großes neues Land, in dem es sich grundsätzlich und wesentlich angenehmer leben lässt als mit dem Drama.
Oft erkennt man Tage später undramatische Lösungen für den scheinbar unlösbaren Konflikt. Sobald sich eine starre Vorstellung radikal auflöst, weil man radikal nur noch Richtung Liebe strebt, und sei es auch noch so unbeholfen, wirkt diese neue Ausrichtung. Mit Sicherheit. Sie wirkt nicht so schnell, wie ein Herumgeschrei und Gezeter. Sie wirkt eher langsam und sanft und zärtlich. Aber sie wirkt durchdringend und sehr nachhaltig. Sie ist keineswegs manipulierbar! Sie kennt und braucht keine Rhetorik. Aber sie wirkt. Sie bringt Freiheit. Echte Freiheit.
Aufpassen muss man allerdings, dass man zwischendrin kein einziges manipulatives Teil einbaut. Jeder Missbrauch, jede Manipulation dieses Weges, verzögert die guten Wirkungen. Härte kann man nicht mit Härte besiegen. Zartheit ist der Gegenpol. Den gilt es zu integrieren, und sei es durch Engel, die man um Hilfe bitten muss. Suche, und du wirst finden. Bitte, und dir wird geholfen. Sie nicht ungeduldig sondern entscheide dich für das, was richtig ist. Dann akzeptiere die Veränderungen und Konsequenzen - und tue es. Liebe.
Alles Liebe.
Raho
Da ärgert sich zum Beispiel die Tochter, weil die Oma plötzlich nicht mehr auf die Kleinen aufpassen will, obwohl sie es versprochen hat. Oder die Oma wird grimmig, weil die Schwiegertochter nicht so will, wie das in ihrer Vorstellung zu sein hat. Manche Menschen scheinen es nicht "aus ihrer Haut heraus" zu schaffen.
Wenn sich die Beziehung zu einem nahestehenden Menschen so verändert, dass es einem weh tut, wenn man unter einer bestimmten Situation innerlich sehr leidet oder sich enorm im Glücklichsein eingeschränkt fühlt - dann wäre es gut, wenn man andere Konsequenzen erschaffen kann, statt sich von einer Situation begrenzen zu lassen.
Emotionale Gründe und Machtspiele
Machtspiele sind das, sagt der psychologische Laie. Aber die Erkenntnis hilft ja nicht, um etwas zu ändern. Denn Machtspiele, selbst wenn man sie selbst gut spielen könnte, sind nie ganz kontrollierbar. Du kannst niemals einen anderen Menschen kontrollieren, sondern immer nur deine eigene geistige Einstellung. Nur in dir selbst wäre es möglich, bis an die 100% Lenkung (Kontrolle) heran zu kommen. Das kann kaum jemand, aber man kann es lernen.
Ein Mensch mag teilweise einschätzbar oder sogar gut berechenbar sein. Aber die Vielfalt der Möglichkeiten im Lauf des Lebens bringt so viele Variablen in jedes Spiel, dass man nie sicher weiß, wen das Spiel des Lebens zum Sieger oder Verlierer macht. Niemand will verlieren. Aber bei Machtspielen verlieren beide. Einer verliert vielleicht eine Auseinandersetzung. Ein anderer verliert vielleicht sein Gewissen, seine Liebe, seinen inneren Frieden - und findet keinen guten Schlaf mehr oder erlebt andere Nebenwirkungen, die man kaum auf den Streit zurückführen würde.
Wenn man mit allen Mitteln um etwas kämpft, um eine unerwünschte Situation zu vermeiden, geht es oft doch nur darum, ein ungewolltes Gefühl NICHT erleben zu wollen. So entstehen Streit und Krieg, Angriffe, Rückzug, Verlust, Kraftverschwendung. Oft geht es tatsächlich nur um Gefühle. Wenn diese missachtet oder nicht anerkannt werden, kann das im "Gegeneinander" auch zu faktischen starken Veränderungen führen.
Meistens verliert man die Liebe
Wer sich in einer Auseinandersetzung mit einer gewissen Dramatik befindet, der wird feststellen, dass mindestens auf einer Seite die Liebe nicht mehr das dominierende Element ist. Es mag ja sein, dass ein Mensch sich in Extremsituationen, etwa zur Abwendung einer großen Gefahr, dazu veranlasst sieht, sofort aggressiv zu handeln. Ausnahmen. Aber ich stelle fest: Im Drama verliert man seine Liebe.
Eine TV-Dokumentation zeigt eine interessante Erklärung, warum der Maya-Kalender im Jahr 2012 endet. Weil dann nach einer sehr langen Zeit Menschheitsgeschichte alle Zyklen durchlebt worden sind, und die Menschen erkennen: DRAMA MACHT GAR KEINEN SINN MEHR! Hier der Link zum kostenlosen Film auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=aLjqDbN_jzA&feature=related
Kennst du das: Wenn ich mich in einem Drama erlebe, leide nur ich selbst!
Andere können manchmal gar nicht so recht nachvollziehen, warum ich so ein Drama erlebe. Merke ich selbst, dass ich es "mache"? Ich könnte versuchen, das Drama zu steigern, damit Andere auch leiden, um den Zweck zu erfüllen, Andere zu einem anderen Verhalten zu bewegen. Das ist das Ätzende an diesem Machtspiel. Manipulation. Darin wird keine Freiheit erlaubt. Aber es funktioniert nur, wenn sich die Anderen von einem Drama bewegen lassen. Wenn das Drama nicht berührt, weil man zum Beispiel schon bekannt dafür ist, zu dramatisieren, oder weil der, den man mit Drama bewegen möchte, sich wirklich entspannen und frei davon machen kann - dann bringt das größte Drama nichts.
Für viele Menschen aber entsteht ein Drama automatisch. Das hat man ja vielleicht nicht anders gelernt. Das Leben präsentiert immer wieder einmal krasse Herausforderungen, Probleme nannte man das früher, die man nicht kontrollieren kann. Der Verstand aber WILL kontrollieren. Das ist die Aufgabe des Verstandes: Das Leben und Überleben sicherstellen. Das geht soweit, dass das Herz untergeordnet wird. Denn in der harten Realität, so sagte man früher, kannst du mit Herzlichkeit keinen Krieg gewinnen.
Du lebst nicht im Krieg, sagt das Herz.
Wenn man sich bewusst macht, dass das Herz mindestens genau so wichtig im Leben ist und sein muss, wie der Kopf, dann ist es auch für den Kopf logisch, dass das Herz mehr Raum und Zeit und durchaus auch mehr Macht im Leben bekommen sollte. Dabei ist aber jeder für sich selbst zuständig. In den spirituellen Traditionen heutiger Zeit gilt die Anleitung: Das Herz muss ÜBER dem Kopf stehen. Nur dann wirst du glücklich.
Wenn man das seinem Verstand klar macht und Auswege aus dem Drama sucht, dann zählt die Frage: WIE komme ich wieder heraus?
Das eigene Drama wirkt direkt auf das eigene Leben. Manchmal muss man umkehren. Den Kopf unter den Arm nehmen heisst dann nicht, sich nach einem Krieg geschlagen zu geben, sondern das Herz höher stehen und wirken zu lassen als den Kopf!
Sich gedemütigt zu fühlen ist nur ein vorübergehender, unreifer Zustand aus den Zeiten der Kriege. Dem Herz zu erlauben, über den Kopf und den Verstand zu regieren, ist ein entwickelter, reiferer Zustand, der heute von immer mehr spirituell aufgeschlossenen Menschen angestrebt wird.
Dem Drama entkommen
Die einfachsten und schnellsten Wege, sich aus dem Drama zu befreien, sind Liebe (Selbstliebe) und Klarheit. Zuerst kommt allerdings die Liebe. Bedingungslose Liebe. Die Klarheit folgt erst danach. Denn Emotionalität beschränkt die Klarheit. Dass irgendwo keine Liebe zu finden wäre, das ist die größte Illusion überhaupt. Dass man sie nicht fühlt - das erlebt man immer wieder. Es gilt dennoch, sie zu finden.
Wer Menschen, die im Drama sind, still und genau zuhört, der wird bemerken, dass darin immer eine Illusion als Wahrheit behauptet wird. "Du bist doch immer..., Die Welt ist ...., Ich kann doch nicht..., Er/Sie/Man darf doch nicht..." Solche Art von behaupteten Verallgemeinerungen halten Illusionen aufrecht. Sie bieten eine gewisse Grundlage oder komplette Begründungen für die Fortführung von Standpunkten, in denen einfach nur die Liebe fehlt. Es sind Kopfgeschichten. Liebe braucht keinen Grund. Liebe ist immer und überall erlebbar, wenn man sich innerlich nicht dagegen verwehrt.
Wer im Drama ist, will etwas abwehren oder etwas bewahren bzw. erreichen, man könnte auch sagen "manipulieren". Wer seine angestrebte Wirkung nicht erzielen kann, erlebt subjektiv schrecklich intensive Wirkungen und versucht vielleicht durch verstärktes Drama, das bis zum Selbstmord gehen kann, dennoch ein gewisses "Rechthaben" in die Welt zu tragen. Oft geht es aber nur um Vorstellungen davon, wie die Zukunft sein wird: Nämlich so, wie man sie NICHT WILL. Es ist eine Kopfsache. Was hat das mit Liebe zu tun? Nichts. Genau!
Meistens dreht es sich, wenn ein Mensch im Drama von Liebe spricht, nur um eine total verdrehte Form von Liebe, aber nicht um die höchste, reine Form von Liebe. Wer von bedingungsloser Liebe spricht, wie ein Engel es repräsentiert, braucht keine Argumente.
Liebe wirkt - anders als man DENKT
Manche Leute sind (unbewusst!) bereit, lieber die Liebe im Leben zu verlieren, als in ihrem Drama nachzugeben und zurückzuweichen. Das liegt daran, dass man weiter in der Glaubensillusion bleibt, man könne etwas Gutes mit der Illusion des Dramas erreichen. Der Hinweis für den Kopf lautet dann: Absteigen! Das Drama ist wie ein totes Pferd. Darauf reitet man nicht. Man versucht es später auch nicht mit Wiederbelebung :-) Man steigt ab von seinem Trip. Man richtet sich darauf aus, die Liebe in sich (selbst) wieder zu finden. Dann dehnt man sich in Liebe aus. Man lässt das Leben weiter laufen und steuert und lenkt von dem Augenblick an immer weiter in diese Richtung: "Viel mehr Liebe in meinem Leben!"
Sobald ich die dramatische Vorstellung nicht mehr aushebeln will, sondern durch einen neuen Hauptstrom in mir ersetze, durch Liebe, Liebe und noch mehr Liebe, bin ich schon auf dem Weg, ein angenehmeres Leben zu erschaffen. Wir sind nicht nur Opfer sondern Mitwirkende im Leben. Je mehr man liebt und wieder lacht, um so leichter und häufiger zeigen sich ganz neue Wege. Das sind oft völlig andere, als man sich vorgestellt hat. Anfangs mag man den "Anschein" nicht, den etwas aus der alten Vorstellung betrachtet, mit sich bringen mag. Aber wenn man diese Route immer weiter verfolgt, soviel ist sicher, dann entdeckt man ein großes neues Land, in dem es sich grundsätzlich und wesentlich angenehmer leben lässt als mit dem Drama.
Oft erkennt man Tage später undramatische Lösungen für den scheinbar unlösbaren Konflikt. Sobald sich eine starre Vorstellung radikal auflöst, weil man radikal nur noch Richtung Liebe strebt, und sei es auch noch so unbeholfen, wirkt diese neue Ausrichtung. Mit Sicherheit. Sie wirkt nicht so schnell, wie ein Herumgeschrei und Gezeter. Sie wirkt eher langsam und sanft und zärtlich. Aber sie wirkt durchdringend und sehr nachhaltig. Sie ist keineswegs manipulierbar! Sie kennt und braucht keine Rhetorik. Aber sie wirkt. Sie bringt Freiheit. Echte Freiheit.
Aufpassen muss man allerdings, dass man zwischendrin kein einziges manipulatives Teil einbaut. Jeder Missbrauch, jede Manipulation dieses Weges, verzögert die guten Wirkungen. Härte kann man nicht mit Härte besiegen. Zartheit ist der Gegenpol. Den gilt es zu integrieren, und sei es durch Engel, die man um Hilfe bitten muss. Suche, und du wirst finden. Bitte, und dir wird geholfen. Sie nicht ungeduldig sondern entscheide dich für das, was richtig ist. Dann akzeptiere die Veränderungen und Konsequenzen - und tue es. Liebe.
Alles Liebe.
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